Begleiterkrankungen

Post-COVID und Schlaf

Corona und die Folgen: Warum viele Genesene nicht mehr schlafen können und wie wir helfen.

Einleitung: Die stille Epidemie nach dem Virus

Das Post-COVID-Syndrom (oder Long-COVID) hat viele Gesichter, aber eines der häufigsten ist die massive Störung des Schlafs. Bis zu 40 % der Betroffenen klagen Monate nach der Infektion über Schlaflosigkeit, Alpträume oder eine lähmende Fatigue. Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und suchen gemeinsam nach Wegen zur Besserung.

Formen der Schlafstörung bei Post-COVID

Dabei beobachten wir verschiedene Muster:

  • Post-COVID Insomnie: Man ist "müde aber hellwach" (wired but tired). Das Nervensystem findet keinen Weg mehr in die Entspannung.
  • Fatigue und Hypersomnie: Ein bleiernes Schlafbedürfnis, bei dem selbst 10 oder 12 Stunden Schlaf keine Erholung bringen.
  • Traumveränderungen: Ungewöhnlich lebhafte, oft beängstigende Träume, die die Nachtruhe unterbrechen.

Wissenschaftliche Hintergründe

Warum stört das Virus den Schlaf so nachhaltig? Aktuelle Forschung weist auf zwei Hauptgründe hin: Neuroinflammation (entzündliche Prozesse im Gehirn) und eine Dysregulation des autonomen Nervensystems. Der Körper verharrt in einem permanenten Alarmzustand, der das Abschalten verhindert.

Therapieansätze: Geduld und Strategie

Da es noch kein direktes Heilmittel gibt, setzen wir auf symptomatische Unterstützung:

  • Pacing: Lernen, die knappe Energie über den Tag zu verteilen, um einen "Crash" zu vermeiden.
  • Melatonin: Kann nicht nur den Rhythmus stabilisieren, sondern wirkt auch antientzündlich im Nervensystem.
  • Vagus-Training: Gezielte Atem- und Entspannungsübungen, um das Nervensystem wieder "herunterzufahren".

Zusammenfassung

Post-COVID Schlafstörungen sind keine Einbildung, sondern eine biologische Realität. Im Schlaflabor Schrank unterstützen wir Sie dabei, Ihr Nervensystem Schritt für Schritt wieder in die Balance zu bringen und die nächtliche Regeneration zurückzugewinnen.

FAQ

Warum bin ich trotz 12 Stunden Schlaf immer noch erschöpft?
Bei Post-COVID ist oft die Schlafqualität (die Tiefe des Schlafs) gestört. Zudem liegt eine Dysregulation des Energiestoffwechsels vor, die durch reines Schlafen nicht behoben werden kann.
Hilft Sport, um die Müdigkeit zu vertreiben?
Vorsicht! Bei vielen Post-COVID-Patienten führt körperliche Überanstrengung zu einem 'Crash' (PEM). Sanfte Bewegung ist gut, aber Auspowern sollte unbedingt vermieden werden.
Ist Melatonin bei Post-COVID sicher?
Ja, es wird oft sogar empfohlen, da es neben der schlaffördernden Wirkung auch zellschützende und antientzündliche Eigenschaften besitzt.
Werden diese Schlafstörungen jemals wieder weggehen?
Bei den meisten Patienten bessert sich der Zustand über Monate hinweg langsam. Geduld und konsequentes Energiemanagement (Pacing) sind dabei der Schlüssel.
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