Einleitung: Das Herz in der Nachtruhe
Patienten mit einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) leiden besonders nachts unter Schlafstörungen. Das schwache Herz kann das Blut nicht effizient pumpen, was im Liegen zu einer Umverteilung von Flüssigkeiten im Körper führt. Wir helfen Ihnen, die Atempause in der Nacht für die Erholung Ihres Herzens zu nutzen.
Symptome: Wenn das Liegen schwerfällt
Viele Herzpatienten kennen das Gefühl: Flaches Liegen verursacht Atemnot. Typische Anzeichen sind:
- Orthopnoe: Man braucht mehrere Kissen oder schläft fast sitzend, um Luft zu bekommen.
- Nächtliche Nykturie: Die Wassereinlagerungen aus den Beinen fließen nachts zurück und müssen von der Niere ausgeschieden werden – man muss ständig zur Toilette.
Cheyne-Stokes-Atmung: Ein spezielles Muster
Eine Besonderheit bei Herzschwäche ist die zentrale Schlafapnoe oder Cheyne-Stokes-Atmung. Hierbei schwillt die Atmung periodisch an und ab, gefolgt von einer Atempause. Das Gehirn steuert die Atmung aufgrund der verlangsamten Blutzirkulation nicht mehr präzise. Dies belastet das Herz zusätzlich durch massiven Stress.
Diagnostik im Schlaflabor Schrank
Wir analysieren Ihr Atemmuster äußerst präzise. Im Schlaflabor können wir feststellen, ob Ihre Atemstörungen obstruktiver Natur sind (Engpass im Hals) oder zentral (Steuerungsfehler durch die Herzschwäche). Dies ist entscheidend für die richtige Therapie.
Therapie: Entlastung für die Pumpe
Moderne Beatmungstechniken wie die Adaptive Servoventilation (ASV) können das schwankende Atemmuster glätten. Sie unterstützen die Atmung genau dann, wenn sie schwächer wird, und entlasten so das Herz. Dies führt oft zu einer messbaren Verbesserung der Herzleistung und einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität.
Zusammenfassung
Schlaftherapie ist bei Herzinsuffizienz kein Luxus, sondern ein wesentlicher Teil der Behandlung. Indem wir Ihre nächtliche Atmung stabilisieren, geben wir Ihrem Herzen die Ruhepause, die es zur Regeneration so dringend benötigt.


