Begleiterkrankungen

Autoimmunerkrankungen und Schlaf

Rheuma, Lupus & Co.: Wie Entzündungen den Schlaf rauben und warum Kortison die Nacht zum Tag macht.

Einleitung: Entzündung als Schlafräuber

Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Lupus oder Morbus Crohn sind durch chronische Entzündungen im Körper gekennzeichnet. Diese Entzündungen setzen Botenstoffe (Zytokine) frei, die direkt auf die Schlafsteuerung im Gehirn wirken. Das Ergebnis: Eine bleierne Müdigkeit am Tag, aber ein flacher, wenig erholsamer Schlaf in der Nacht.

Symptome: Müde aber nicht tief schlafend

Viele Patienten leiden unter der sogenannten Fatigue – einer alles durchdringenden Erschöpfung. Doch wer sich nachts aufgrund von Gelenkschmerzen nicht schmerzfrei umdrehen kann, wacht bei jeder Bewegung kurz auf. Der Schlaf bleibt oberflächlich und die dringend benötigte Regeneration bleibt aus.

Die Kortison-Falle

Glukokortikoide (Kortison) sind lebensnotwendig, um die Entzündung zu stoppen. Doch sie wirken stark aktivierend. Wer sein Kortison spät am Tag einnimmt, wird höchstwahrscheinlich unter schwerer Insomnie leiden. Wir beraten Sie im Schlaflabor Schrank zur richtigen Taktung Ihrer Medikation im Einklang mit Ihrem natürlichen Rhythmus.

Verborgene Schlafapnoe

Überraschenderweise haben Rheuma-Patienten ein erhöhtes Risiko für eine Schlafapnoe, oft unabhängig vom Körpergewicht. Veränderungen an der Halswirbelsäule oder am Kiefergelenk können die Atemwege nachts einengen. Eine Untersuchung im Schlaflabor ist daher bei Schnarchen oder Tagesmüdigkeit dringend ratsam.

Therapie: Zur Ruhe kommen trotz Entzündung

Wir helfen Ihnen, den Teufelskreis aus Schmerz, Entzündung und Schlaflosigkeit zu durchbrechen. Durch eine optimierte Schmerztherapie, die richtige Gabe von Entzündungshemmern am Morgen und – falls nötig – eine Unterstützung der nächtlichen Atmung geben wir Ihrem Körper die Ruhe zurück.

Zusammenfassung

In der Schlafmedizin bei Autoimmunerkrankungen geht es darum, die Entzündung zur Ruhe zu bringen, ohne den Nachtschlaf zu opfern. Wir sorgen dafür, dass Ihr Immunsystem nachts "Pause macht", damit Sie tagsüber wieder Kraft haben.

FAQ

Warum macht Kortison schlaflos?
Kortison ist das körpereigene Stresshormon. Es signalisiert dem Gehirn 'volle Einsatzbereitschaft' und unterdrückt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin.
Was ist der beste Zeitpunkt für die Kortison-Einnahme?
Meistens zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Das entspricht dem natürlichen Rhythmus Ihres Körpers und minimiert die Störung des Nachtschlafs.
Kann Rheuma nachts Atemaussetzer verursachen?
Ja, durch Entzündungen im Bereich des Kiefers oder der Halswirbelsäule kann die Anatomie der Atemwege so verändert werden, dass eine Schlafapnoe entsteht.
Hilft Schlaf bei der Heilung von Entzündungen?
Absolut. Während des Schlafs regeneriert sich das Immunsystem und produziert anti-entzündliche Stoffe. Guter Schlaf ist also ein aktiver Teil Ihrer Heilung.
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