Die kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP) ist die erste Wahl bei der Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Aber was passiert, wenn Sie die Maske nicht vertragen? Neue medizinische Leitlinien heben mehrere chirurgische Eingriffe hervor, die eine starke Evidenz für eine effektive Behandlung der Schlafapnoe zeigen.
1. Hypoglossus-Nerv-Stimulation (Der „Zungenschrittmacher“)
Eine der spannendsten Entwicklungen in den aktualisierten Leitlinien ist die starke Empfehlung für die Stimulation der oberen Atemwege.
Funktionsweise: Ein implantiertes Gerät stimuliert den Nerv, der die Zunge steuert (N. hypoglossus), und bewegt sie nach vorne, um die Atemwege beim Atmen offen zu halten.
Für wen? Er wird für Patienten empfohlen, die CPAP nicht vertragen, einen BMI unter 35 haben und an mittelschwerer bis schwerer OSA leiden.
2. Tonsillektomie & UPPP
Bei Patienten, bei denen die Anatomie des Rachens die klare Ursache ist (insbesondere große Mandeln), ist eine Kombination aus der Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) und einer Straffung des Weichgaumens (UPPP) sehr effektiv.
3. Kieferchirurgie (Umstellungsosteotomie)
Für Personen mit einem kleinen Unterkiefer oder einer spezifischen Gesichtsanatomie kann die Vorverlagerung des Ober- und Unterkiefers eine „hochwirksame Therapie“ sein. In einigen Fällen reicht sie an die Wirksamkeit von CPAP heran.
4. Was Sie vermeiden sollten: Laserchirurgie (LAUP)
Nicht alle Operationen sind gleich wirksam. Die Leitlinien raten ausdrücklich von der laserunterstützten Uvulopalatoplastik (LAUP) ab. Langzeitdaten zeigen, dass sie die Apnoe-Ereignisse oft nicht signifikant reduziert und Nebenwirkungen haben kann.
Fazit
Sie sind nicht ohne Optionen, wenn CPAP bei Ihnen nicht funktioniert. Konsultieren Sie einen Schlafmediziner, um zu prüfen, ob Ihre Anatomie Sie für eine Nervenstimulation oder eine korrigierende Operation qualifiziert.



