Wussten Sie, dass bei etwa 25–30 % der Schlafapnoe-Patienten die Atmung nur (oder meistens) aussetzt, wenn sie auf dem Rücken schlafen? Dies wird als lageabhängige obstruktive Schlafapnoe (POSA) bezeichnet. Die neuesten Leitlinien legen nahe, dass die Änderung Ihrer Schlafposition nicht nur ein Tipp ist – sie ist eine anerkannte medizinische Therapie.
1. Das Ende der „Tennisball-Technik“?
Früher empfahlen Ärzte, einen Tennisball in den Rücken des Schlafanzugs einzunähen, um das Umdrehen zu verhindern. Während solche „passiven“ Methoden existieren, ist die Therapietreue oft gering, da sie unbequem sind.
2. „Aktive“ Positionstherapie
Die neuen Leitlinien empfehlen aktive Positionstrainer. Dies sind kleine Geräte, die an der Brust oder am Hals getragen werden und sanft vibrieren, wenn Sie sich auf den Rücken rollen.
Der Vorteil: Die Vibration ist störend genug, um Sie zum Umdrehen zu bewegen, aber sanft genug, um Sie nicht vollständig zu wecken.
Die Evidenz: Studien zeigen, dass diese Geräte die Apnoe-Ereignisse signifikant reduzieren und die Therapietreue im Vergleich zu passiven Schaumstoffkeilen oder Tennisballen verbessern.
3. Wenn das Gewicht der Faktor ist: Adipositas-Hypoventilationssyndrom (OHS)
Wenn Ihr BMI über 30 liegt und Sie mit der Atmung kämpfen, liegt das Problem möglicherweise tiefer als bei einer Schlafapnoe. Die Leitlinien heben das Adipositas-Hypoventilationssyndrom (OHS) hervor, bei dem Patienten selbst am Tag zu flach atmen.



